Sport ist Mord?

Nicht mit dem richtigen Aufwärmtraining!

Vielleicht haben Sie das selbst schon erlebt? Irgendwann schleicht sich das Gefühl in den Kopf, man müsse sich wieder verstärkt sportlich betätigen: um beweglicher zu werden, einige Kilos abzuspecken, den Kreislauf in Schwung zu bringen. Ein guter Gedanke. Problematisch wird es allerdings, wenn man sofort loslegt, sich selbst dabei überschätzt und etwas vergisst, was eigentlich jeder sportlichen Aktivität vorausgehen sollte: ein gutes Aufwärmtraining. Erfahren Sie mehr darüber, warum es sinnvoll ist, wie Trainer es abwechslungsreich gestalten können und wie es generell aussehen könnte: für Ungeübte, Schulklassen, Vereine...



Wozu ein Aufwärmtraining?
Sport ist gesund? Mit Sicherheit! Beginnt man ihn jedoch abrupt, führt den eigenen Körper nicht an die Aktivität heran, so steigt das Verletzungsrisiko. Und das kann schnell alle positiven Effekte des Sports zunichte machen. Aufwärmtraining vermindert das Risiko, sich beim Sport zu verletzen, und trägt auf diese Weise dazu bei, dass der Sport Ihnen gut tut. Das belegt auch eine Studie der Universität für Sport- und Körperkultur in Norwegen mit 1800 Sportlern. Die Gruppe ohne Aufwärmphase verletzte sich doppelt so häufig an den Sprunggelenken und am Knie. Aufwärmtraining kann man sehr abwechslungsreich gestalten, insbesondere in einer Gruppe: Neben einfachen allgemeinen Übungen können dann — je nach Sportart — auch kleine Spiele zum Aufwärmen beitragen.

Aktiv, passiv und mental — ein paar Unterscheidungen
Sich für den Sport aufzuwärmen, dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Unterscheiden lässt sich etwa das aktive vom passiven Aufwärmen. Wie der Name es erraten lässt: Beim passiven Aufwärmen geht es nicht um große Aktivität. Man gönnt seinem Körper einen Saunenbesuch, cremt eventuell die Waden mit Salben ein, die die Durchblutung fördern. Diese Art des Aufwärmens kann die aktive Variante, das eigentliche Aufwärmtraining, allerdings nicht ersetzen: Es bedeutet Sport vor dem Sport, allerdings stets so, dass man nicht bereits beim Aufwärmen ermüdet. Eine besondere Variante des Aufwärmens ist die mentale Aufwärmung. Sie dient vor allem bei Wettkämpfen dazu, sich gedanklich auf den Sport vorzubereiten, sich von allen störenden mentalen Einflüssen zu befreien und sich voll und ganz auf die kommende Aufgabe zu konzentrieren. Aufwärmtraining unterscheidet man darüber hinaus in generelle Varianten, die unabhängig von der Sportart sind, auf die sie vorbereiten sollen, und das sportartspezifische Aufwärmtraining.

Wie reagiert der Körper?
Aufwärmtraining beschleunigt körperliche Funktionen und bereitet den Körper so auf den Sport vor. Der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, treibt dadurch auch schneller Blut durch die Muskulatur und versorgt sie mit mehr Sauerstoff. Die Gelenke werden geschmeidiger, die Reaktionsgeschwindigkeit der Nerven erhöht sich, Muskeln können besser kontrahieren (sich zusammenziehen) und entspannen; der Mensch wird im Allgemeinen beweglicher und die Dehnbarkeit des Körpers steigt. Auch die Körpertemperatur erhöht sich. Der Körper bereitet sich darauf vor, aktiv zu werden.




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